Grau

    Grau liegt Nebel auf den Hügeln, wabert leise vor sich hin.
    Grau sind Häuser dieser Straße, dort, wo ich zu Hause bin.
    Grau, so dampft es auch aus Schloten von Fabriken in die Luft.
    Grau verströmen Autogase dunkelgrauen Motorduft.

    Grau erscheint die schwache Sonne, leuchtet kraftlos früh am Tag.
    Grau erscheint das ganze Leben, dessen Tücken ich sonst mag.
    Grau sind alle Alltagssorgen, grau die Arbeit, grau das „Muss“.
    Grau gibt kreisenden Gedanken von der Muse keinen Kuss.

    Doch schon mittags scheint die Sonne, bricht die dicke Nebelbank.
    Weinberg strahlt wie ich vor Wonne, leuchtet hell zum goldnen Dank.
    Auf dem Hügel dort die Bäume haben sich schon schick gemacht,
    sammeln farbenfrohe Träume für die lange Winternacht.

    Braun-gelb-rote Blätter tanzen, wirbeln sprunghaft hin und her,
    wogen um verblühte Pflanzen herrlich bunt als Farbenmeer.
    Bis zum neuen Frühjahrsmorgen träumt der Wald in Winterruh.
    Nach dem Sorgengrau am Morgen lächelt er uns abends zu.

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